Baustelle Wohnen

15. Burgauer Architekturtag von Roma

 

Datum   21. Mai 2015
OrtRoma-Forum in Burgau
 
Internet   www.burgauer-architekturtage.de

 

Wohnen gilt als die essentielle Bauaufgabe der Architektur. Zumeist steht dabei nur der Neubau im Mittelpunkt des Interesses. Doch gewinnt der Wohnungsbau im Bestand zunehmend an Bedeutung, und das nicht nur statistisch gesehen. Immer mehr Architekten entdecken in der Transformation von existierenden Gebäuden experimentelle Spielräume für zeitgenössische Architektur, die es im Neubau so kaum gibt. Auf dem 15. Burgauer Architekturtag werden fünf Architektinnen und Architekten prägnante Ansätze zum neuen Wohnen in alten Häusern präsentieren.
 

 

Ein kurzer Überblick zu den Vorträgen

Daniel Niggli vom Züricher Büro EM2N erläutert am Beispiel seines Toni-Areals und anderer Projekte sein Verständnis von Architektur als permanentem Umbau der Stadt.

Der italienische Architekt Pier Vittorio Aureli vom Büro Dogma, das sich vor allem mit großmaßstäblichen urbanen Projekten international einen Namen gemacht hat, stellt neue typologische Forschungen zur Transformation von Bürogebäuden zu Wohnbauten vor.

Sonja Nagel und Jan Theißen von Amunt Architekten Martenson und Nagel Theissen (Stutttgart/Aachen), die mit ihrem „Schreber Haus“ ein vielbeachtetes Case Study House des zeitgenössischen Umbauwohnens geliefert haben, diskutieren die Chancen einer Nutzungsmischung von Gewerbegebieten durch ergänzende An- und Aufbauten mit Wohnfunktionen an Hand einer work-in-progress Untersuchung von Gewerbegebieten im Stuttgarter Raum.

Anne-Julchen Bernhardt und Jörg Leeser vom Kölner Büro BeL Sozietät für Architektur zeigen, wie sie bei ihren Umbauprojekten die Grenze von Bestand und Neubau oft subtil verunklären, um statt einem additiven Nebeneinander von alt und neu eine architektonische Metamorphose des gesamten Gebäudes zu bewirken.

Abschließend berichtet die heute in der Baseler Stadtbildkommission tätige Architektin Sarah Ellenberger Vaner von ihrer mehrjährigen Berufspraxis in Mexiko-City, wo sie mit einer Reihe von Umbauprojekten von Wohnhäusern für großes Stauen sorgte angesichts der lokalen Baukultur, in der das Bauen im Bestand die seltene Ausnahme der Regel Abriss und Neubau ist.

(Text: Andreas Ruby)


Einladung zum 15. Burgauer Architekturtag (PDF)

 

 

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