AIT Charity
Mit "AIT-Charity" startet der Alexander-Koch Verlag ein völlig neues Projekt. Wir beschränken uns nicht mehr auf das rein journalistische Betrachten von Gestaltung oder den theoretischen Umgang mit der Materie in unseren Kongressen und Workshops. Wir setzen unsere weltweiten Kontakte und Netzwerke nun auch ein, um in einem Township Südafrikas jenen zu helfen, die die skandalösen Lebensumstände im Gastgeberland der Fußball-WM nicht akzeptieren. Gemeinsam mit dem Unternehmen Armstrong möchten wir Kindern in Kapstadt Hoffnung schenken: Mit Ihrer Unterstützung fördern wir im Jahr 2009 den Ausbau eines Waisenhauses in Township Langa, in dem Aidswaisen weit mehr als ein Dach über dem Kopf gefunden haben: ein Zuhause voll Liebe und Zuwendung und die Chance auf eine lebenswerte Zukunft.Gestalten im Township Langa/Kapstadt
Mit „AIT-Charity“ startet der Alexander Koch Verlag gemeinsam mit dem Unternehmen Armstrong ein völlig neues Projekt. AIT beschränkt sich nicht mehr auf das rein journalistische Betrachten von Gestaltung oder den theoretischen Umgang mit der Materie in Kongressen und Workshops – weltweite Kontakte und Netzwerke werden nun auch eingesetzt, um in einem Township Südafrikas jenen zu helfen, die die skandalösen Lebensumstände im Gastgeberland der Fußball-WM nicht akzeptieren. Wie das Charity-Projekt anläuft, weitergeht und die Teilnehmer ihre Erfahrungen schildern, lesen Sie an dieser Stelle. Dieses Mal berichtet José María Hurtado de Mendoza von estudio.entresitio
Kapstadt ist für mich eine abgelegene Stadt, und dies war meine erste Reise nach Afrika. Jedes Mal, wenn ich eine mir unbekannte Stadt anfliege und die Menschen und Häuser langsam erkennbarer werden, frage ich mich, wohin sie unterwegs sind und wie ihr Tag wohl aussehen mag. Die lange Flugreise über den gesamten Kontinent hinweg, während der ich die Route auf dem Bildschirm in der Rückenlehne vor mir verfolgte, lässt mich über die Leichtigkeit einer 9000 Kilometer langen Reise nachdenken, selbst wenn man mit schmerzendem Rücken und tauben Beinen ankommt.
Als ich letzte Woche durch die Fernsehkanäle zappte, stieß ich auf eine Dokumentation über die Reise von Afrika nach Europa, und mir wurden die Unterschiede und Risiken der gleichen Reise in umgekehrter Richtung bewußt, denen man ausgesetzt ist, nur weil die Einreise dieser Menschen hier nicht zulässig ist. 11 Stunden gegenüber 2 Monaten, 1500 Euro gegenüber mehr als 3000 Euro – was alles ist, was diese Menschen nach vielen Jahren an Arbeit ansparen konnten. Genug, um zu erkennen, dass wir noch immer in unterschiedlichen Welten leben.

Ein großer Teil Kapstadts ist mit Hütten übersät.
A large area of the city is occupied by shacks.
Fotos: José María Hurtado de Mendoza
Cape Town is a remote city for me, and this was my first trip to Africa.
Every time I land at a city I´m not familiar with, I wonder, as the people and the houses become sharper, where are they heading to, and what will their day be like. The long trip overflying the whole continent, following the route on the front seat screen, made me think about the ease of travelling 9000 km, even if you end with your back sore and your legs numbed. Last week, while switching channels on the TV, a documentary explored the journey from Africa to Europe, and made me realize the difficulty of this same trip, and the risks you have to deal with, just because they are not allowed here.
11 hours against 2 months, 1500 euro against more than 3000, which is all they have saved after years working, is a price high enough for realizing we still live in different worlds. But then, Cape Town… a beautiful city by the sea, with hills surrounding a business downtown of skyscrapers overlooking the Atlantic, and extremely rich neighborhoods of colonial ages. And yet, two worlds living together, with an extremely large area of the city occupied by shacks that form the outskirts and different townships, that started as a result of the 1918 influenza, which lead city officials to move some of the city blacks away from whites, and grew throughout the 20th century with a continuous flow looking for a job. Containers reused as hairdressers or wooden pallets dismounted to be used as façade veneer are their daily approach to
recycling, living in bedrooms that hold three complete families. It is hard to imagine so many different reasons to have finished there as people are living in these crowded townships, but each has his dreams and should have a future. I think it is all a matter of opportunities, and the people living in Langa, Guguletho or Khayelitsha don´t have too many.

José María Hurtado de Mendozza, born in 1973, studied architecture in Madrid. He is a partner in the architectural practice estudio.entresitio.
Nächster Termin: 21.03-24.03.2012
http://www.frontale.de
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