AIT Charity
Mit "AIT-Charity" startet der Alexander-Koch Verlag ein völlig neues Projekt. Wir beschränken uns nicht mehr auf das rein journalistische Betrachten von Gestaltung oder den theoretischen Umgang mit der Materie in unseren Kongressen und Workshops. Wir setzen unsere weltweiten Kontakte und Netzwerke nun auch ein, um in einem Township Südafrikas jenen zu helfen, die die skandalösen Lebensumstände im Gastgeberland der Fußball-WM nicht akzeptieren. Gemeinsam mit dem Unternehmen Armstrong möchten wir Kindern in Kapstadt Hoffnung schenken: Mit Ihrer Unterstützung fördern wir im Jahr 2009 den Ausbau eines Waisenhauses in Township Langa, in dem Aidswaisen weit mehr als ein Dach über dem Kopf gefunden haben: ein Zuhause voll Liebe und Zuwendung und die Chance auf eine lebenswerte Zukunft.Architecture is social relevant...
Mit "AIT-Charity" startet unser Verlag ein völlig neues Projekt. Wir beschränken uns nicht mehr auf das rein journalistische Betrachten von Gestaltung oder den theoretischen Umgang mit der Materie in unseren Kongressen und Workshops. Wir setzen unsere weltweiten Kontakte und Netzwerke nun auch ein, um in einem Township Südafrikas jenen zu helfen, die die skandalösen Lebensumstände im Gastgeberland der Fußball-WM nicht akzeptieren.

Den Anlass zu diesem Projekt bot die Fußball-WM 2010 - und die kaum zu bremsende Beigeisterung in Südafrika. Auch der deutsche Beitrag am Kap ist nicht zu unterschätzen. Schließlich bauen die Architekten von gmp gleich drei WM-Stadien. Im Winter 2007/2008 wurde jedoch ein deutscher Ex-Fußballprofi in Südafrika Opfer eines Raubüberfalles. Und es zeigte sich, dass die Kriminalität am Kap auch die WM beeinflussen wird. Die Apartheid in Südafrika ist zwar längst Vergangenheit. Die Auswirkungen der Rasentrennung dagegen sind die schreckliche Gegenwart. Und wenn in 24 Monaten die Welt am Kap zu Gast sein wird, um das große Fußballfest der WM zu feiern, dann werden auch die Fußballfans davon betroffen sein.
Es sind eben nicht nur störende Fernseh-Bilder der riesigen Townships, die das Fußballfest prägen werden. Sie entwickelten sich in den vergangenen Jahren nur punktuell zu Wohngebieten der neuen schwarzen Mittelschicht. Über weite Strecken zählen sie noch immer zu den schrecklichsten Massenunterkünften der Welt. Viel prägender für die WM sind die allgegenwärtigen Elektrozäune, Videokameras und privaten Sicherheitsdienste in den "besseren" Stadtteilen. Und dennoch werden all diese Sicherheitsmaßnahmen die Kriminalität nicht eindämmen können. Nur wenn es in den Townships zu Verbesserungen für die Menschen kommt, wird sich die Situation im Land verbessern. Das Charity-Projekt von AIT und Armstrong will dazu einen kleinen Beitrag leisten.
Die Kapstädter Architektin Caren Smuts zählt zu jenen, die sei vielen Jahre mit ihren Projekten des partizipatorischen Bauens in den Townships Grundlagenarbeit leistet. AIT-Leser kennen Ihre Bauten aus Veröffentlichungen. Ihre Stadtteilzentren in Langa und Njanga wurden zu Brückenköpfe der Kultur, der Erziehung und der sozialen Verantwortung. Hier werden Straßenkinder beschäftigt, Jugendliche aus-, Alte und Behinderte weitergebildet, hier wird etwas gegen die Bandenkriminalität in den Elendsvierteln unternommen. Seit vielen Jahren sind AIT und unsere Leser dort zu Gast. Nun bot sich die Gelegenheit, etwas zurückzugeben.
Zehn namhafte internationale Architekten, alle mit Schwerpunkt im Bereich Sozialbauten und Healthcare folgten dem Ruf von AIT und Armstrong. Sie arbeiteten Anfang April für zwei Tage im Kulturzentrum Guga S`Thebe im Township Langa am Rande Kapstadts. Und sie schufen in dieser Zeit gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen aus der Squatter -Siedlung eine Serie von großformatigen Drucken. Gearbeitet wurde auf DLW Linoleum von Armstrong.
Für die Kinder der Tanzgruppe "Gum Boot Dance" war die Zusammenarbeit mit den europäischen Architekten ein Highlight ihrer Ferien.
Workshop Teilnehmer
* Markus Nagar, sander.hofrichter architekten, D-Ludwigshafen
* Stephan Rewolle, gmp von Gerkan Marg und Partner, D-Hamburg
* Diether Melho, KSP Engel Zimmermann Architekten, D-Frankfurt/Main
* Sabine Krumrey, b-k-i Brandherm + Krumrey, D-Hamburg/Köln
* Beda Faessler, Riken Yamamoto & Beda Faessler, CH-Zug
* Andreas Marth, Alles wird gut Architektur ZT GmbH, A-Wien
* Anna Komorowska, biuro Projektów Lewicki Latak, PL-Kraków
* José Maria Hurtado de Mendoza, Estudio Entresito, E-Madrid
* Bas Romgens, Venhoeven CS, NL-Amsterdam
* Julian Weyer, C. F. Moller Architects, DK-Arhus
Markus Deimling in Teamarbeit
Für die Architekten war der Aufenthalt im Township eine Erinnerung daran, dass Architektur seit jeher auch immer einen sozialen, ja weltverbesserenden Ansatz hat. Während Sie jedoch in Spanien oder Skandinavien, in Deutschland oder den Niederlanden Hightech-Kliniken für hunderte Millionen Euro bauen, fehlte es in Langa an den grundlegendsten Dingen - und dabei sind hier für wenige Euro dramatische Verbesserungen der Lebensumstände möglich..
Die internationale Architekten-Gruppe, AIT und Armstrong unterstützten ihre Helfer aus der Kindergruppe "Gum Boot Dance" spontan gleich vor Ort. Wie das Charity-Projekt weitergeführt wird, wie die entstanden Kunst-Linoldrucke tatsächlich aussehen und wie AIT-Leser und Armstrong-Kunden das Projekt durch eigene Beiträge unterstützen können, darüber werden wir in den kommenden Monaten regelmäßig an dieser Stelle der AIT informieren.
Nächster Termin: 21.03-24.03.2012
http://www.frontale.de
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